Christoph Polleres — Elektrotechnikermeister, Inhaber
Strom hat mich fasziniert, lange bevor ich wusste, dass man damit einen Beruf ausüben kann. Als Kind habe ich alles auseinandergenommen, was eine Platine hatte — und einiges davon sogar wieder zusammengebracht. Aus dieser Neugier wurde eine Lehre zum Elektroinstallationstechniker mit Schwerpunkt Prozessleit- und Bustechnik. Und aus der Lehre ein Berufsweg, der im Kern derselbe geblieben ist: erst verstehen, wie etwas funktioniert, dann angreifen.
In den Jahren danach habe ich Anlagen von vielen verschiedenen Seiten kennengelernt. In Hausinstallationen, in Industrieanlagen, bei USV-Anlagen. In der Hotellerie als Haustechniker und Brandschutzbeauftragter — dort lernt man schnell, dass eine Störung nicht bis Montag wartet. Später als Leiter der Instandhaltung eines Gewerbebetriebs, wo ich elektrotechnische Erweiterungen geplant, Sanierungsprojekte begleitet und die Technik mehrerer Liegenschaften verantwortet habe. Dazu kam eine Aufgabe, die man einem Elektriker nicht unbedingt zutraut: Nach der Prüfung beim Bundesministerium war ich verantwortlicher Betriebsleiter zweier Konglomeratsteinbrüche. Nebenbei war ich einige Jahre als Ton- und Lichttechniker bei Kongressen, Messen und Veranstaltungen unterwegs. Auch das prägt: Wenn der Saal voll ist, muss es einfach laufen.
Nach der Werkmeisterschule für Elektrotechnik und der Unternehmerprüfung habe ich im März 2017 den Schritt in die Selbstständigkeit gemacht und Elektrotechnik Polleres e.U. gegründet. Wer hier anruft, landet in keiner Warteschleife, sondern bei mir. Ich bin der, der zum Termin kommt, der das Angebot schreibt und der am Ende auch dafür geradesteht.
Die Technik hört bei mir nach Feierabend nicht auf. Seit 2026 bin ich lizenzierter Funkamateur der Klasse 1 mit dem Rufzeichen OE3POC. Antennenbau, Hochfrequenz und die verschiedenen Betriebsarten sind mein Ausgleich — und schärfen ganz nebenbei das Gespür für Störquellen, Erdung und EMV. Ehrenamtlich bin ich Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Reichenau und Obmann des Zivilschutzverbands im Bezirk Neunkirchen. Beides hat mit meinem Beruf mehr zu tun, als man auf den ersten Blick meint: Es geht darum, vorbereitet zu sein, bevor etwas passiert.
Und wenn wirklich einmal Ruhe einkehrt, findet man mich am Berg oder mit dem Wohnwagen unterwegs, in der Werkstatt bei einem DIY-Projekt — oder mit den Händen im Sauerteig. Ein besonderes Hobby ist die keltische Darstellung: Gemeinsam mit der Gruppe BOII PANNONIA erwecke ich die Eisenzeit wieder zum Leben — mit handgefertigter Ausrüstung, Handwerk nach alten Techniken und viel Freude daran, Geschichte begreifbar zu machen. Der schönste Teil aber ist meine kleine Familie: Sie ist mein Rückhalt, und die Zeit mit ihr ist mir das Wertvollste.

