EAG-Förderung 2026 für Ihre PV-Anlage:
Warum Sie sich auf den Zuschuss nicht verlassen sollten und warum sich Photovoltaik trotzdem lohnt
Bei fast jedem Beratungsgespräch zum Thema Photovoltaik kommt früh die Frage nach der staatlichen Förderung. Verständlich – schließlich geht es um eine größere Investition. Nur: Die Antwort ist 2026 komplizierter geworden, als viele erwarten. Wir erklären in diesem Beitrag, wie die aktuelle EAG-Förderung aufgebaut ist, was den letzten Fördercall des Jahres im Oktober so besonders macht – und warum wir unseren Kundinnen und Kunden im Bezirk Neunkirchen empfehlen, ihre Planung nicht davon abhängig zu machen.
So ist die EAG-Förderung aktuell aufgebaut
Der Investitionszuschuss nach dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) ist nach wie vor die zentrale bundesweite Förderung für Photovoltaikanlagen und wird über die EAG-Abwicklungsstelle abgewickelt. Für die klassische Anlage am Einfamilienhaus gelten fixe Sätze: 150 Euro pro kWp bis 10 kWp (Kategorie A) und 140 Euro pro kWp bei 10 bis 20 kWp (Kategorie B). Größere Anlagen ab 20 kWp (Kategorie C und D) laufen über ein Bieterverfahren mit Höchstsätzen von 130 bzw. 120 Euro pro kWp.
Ein Stromspeicher wird zusätzlich mit 150 Euro pro kWh gefördert, allerdings ausschließlich in Kombination mit einer neu errichteten oder erweiterten PV-Anlage, bis maximal 50 kWh förderfähiger Kapazität. Wer bei Modulen, Wechselrichter oder Speicher auf Komponenten mit europäischer Wertschöpfung setzt, kann über den Made-in-Europe-Bonus zusätzliche Prozentpunkte auf den Fördersatz erhalten. In Summe ist der Zuschuss auf 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten gedeckelt.
Die Beantragung läuft ausschließlich online, innerhalb festgelegter Fördercalls von rund zwei Wochen. 2026 gab es dafür drei Zeitfenster: im April, im Juni und zuletzt von 8. bis 22. Oktober.
Warum der Oktober-Call kein entspannter Antrag mehr ist
Für Anlagen bis 20 kWp, also für nahezu jedes Einfamilienhaus gilt beim EAG-Zuschuss ein reines Windhundprinzip: Am ersten Tag des Fördercalls startet ab 17:00 Uhr die Ticketziehung, und der genaue Zeitstempel dieser Ziehung entscheidet über die Reihung Ihres Antrags. Wer Minuten später kommt, ist in der Warteschlange schon weit hinten.
Wie umkämpft das mittlerweile ist, zeigen die Zahlen der EAG-Abwicklungsstelle selbst: Beim zweiten Fördercall 2026 gingen österreichweit fast 28.000 Förderanträge für Photovoltaik ein – bedeckt werden konnten davon nur rund 3.000. Das heißt: Weit mehr als acht von zehn Antragstellern sind leer ausgegangen, obwohl sie alles richtig gemacht haben.
Unsere Empfehlung
Rechnen Sie ohne, freuen Sie sich mit
Wir raten unseren Kundinnen und Kunden dazu, ein PV-Projekt so zu kalkulieren, dass es sich auch ganz ohne Förderzuschuss trägt. Kommt der Zuschuss tatsächlich, verkürzt sich die Amortisationszeit einfach zusätzlich, aber die Entscheidung für oder gegen eine Anlage sollte davon nicht abhängen. Wer sein Projekt nur mit einer als sicher angenommenen Förderung finanzieren kann, sollte die Kalkulation vor der Beauftragung nochmals gemeinsam mit uns durchgehen.
Was eine PV-Anlage auch ohne Zuschuss rentabel macht
Wenn Sie den Oktober-Call trotzdem nutzen möchten
Eine Chance auf Förderung haben Sie nur, wenn zum Zeitpunkt der Ticketziehung bereits alles vorbereitet ist:
Gut zu wissen: Sie müssen mit dem Bau Ihrer Anlage nicht warten, bis die Förderung bewilligt ist. Nach einer ersten korrekten Antragstellung dürfen Sie mit der Umsetzung beginnen – auch wenn dieser Antrag nicht bedeckt wurde. Das Projekt bleibt förderfähig und kann bei einem späteren Call erneut eingereicht werden.
Häufig gestellte Fragen zur PV-Förderung 2026
Lassen Sie sich unverbindlich beraten
Ob mit oder ohne Förderung: Wir rechnen Ihnen Ihr PV-Projekt ehrlich vor und begleiten Sie von der ersten Besichtigung über die Planung bis zur Montage, vom Einfamilienhaus bis zur Betriebsanlage mit bis zu 500 kWp, inklusive Unterstützung bei der Förderabwicklung.




